Nominiert für die Dieselmedaille 2013 in der Kategorie Nachhaltigste Innovationsleistung (Teil 7)

„Denken und Handeln in langfristigen Zusammenhängen“ – Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers

Am 12. April 1883 wurde die Barmer Teppichfabrik Vorwerk & Co. von den Brüdern Carl und Adolf Vorwerk als Familienunternehmen gegründet. Noch im selben Jahr trennten sich die Brüder wieder und Carl Vorwerk leitete das Unternehmen alleine weiter. Hergestellt wurden zunächst Teppiche und Möbelstoffe, später auch die nötigen Webstühle. 1929, 46 Jahre nach der Unternehmensgründung verließ der der erste Kobold Handstaubsauger die Vorwerk-Produktion – und sorgte damit für eine Revolution im Haushalt. Denn im Gegensatz zum Wettbewerb war der Kobold Staubsauger kein Ungetüm, sondern bestach durch seine Handlichkeit und seine Qualität. Damals setze sich das Prinzip des Direktvertriebs durch– eine Vertriebsform, die Werner Mittelsten Scheid, der Urenkel des Firmengründers Carl Vorwerk, im Jahr 1930 einführte und die bis heute dank der besonderen Nähe zum Menschen Garant für den wirtschaftlichen Erfolg von Vorwerk ist. Dabei ist die Vorwerk & Co. KG bis heute ein Familienunternehmen geblieben. Dr. Jörg Mittelsten Scheid, langjährig persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Gruppe, ist inzwischen Ehrenvorsitzender des Beirats. An der Spitze der Unternehmensgruppe stehen heute die persönlich haftenden Gesellschafter Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers.

Die einstige Teppichfabrik entwickelte sich im Laufe der 130-jährigen Firmengeschichte zu einer breit aufgestellten, globalen Unternehmensgruppe. Das Kerngeschäft von Vorwerk ist der weltweite Direktvertrieb hochwertiger Haushaltsprodukte (Staubsauger Kobold, Küchenmaschine Thermomix, Produkte von Lux Asia Pacific) und Kosmetika (JAFRA Cosmetics). Zur Vorwerk Familie gehören außerdem die akf Bankengruppe, die Vorwerk Teppichwerke sowie die HECTAS Gruppe als Schwesterunternehmen. Sitz der Holding ist in Wuppertal. Weltweit sind knapp 623.000 Menschen für Vorwerk tätig. Der Konzernumsatz lag 2012 bei 2,5 Milliarden Euro. . „Vorwerk Produkte überzeugen durch ihre führende, innovative Technik und ihre sprichwörtlich lange Lebensdauer. Es ist die ausgewogene Balance aus Kontinuität und Veränderung, die Erfolg und Zukunftsfähigkeit von Vorwerk ausmacht“, erklären die persönlich haftenden Gesellschafter Walter Muyres, Reiner Strecker und Frank van Oers.

Dem Umweltschutz wurde seit jeher ein großer Stellenwert eingeräumt. – mit der festen Überzeugung, dass sich Umweltschutz, Innovation und Wettbewerbsvorteile miteinander vereinbaren lassen. Bei der Entwicklung von Vorwerk Staubsaugern und Zubehör wird darauf geachtet, dass mit dem verwendeten Material ein effizientes Recycling möglich ist. Vorwerk hat ein spezifisches Konstruktions- und Produktionskonzept entwickelt. Für die vornehmlich in Wuppertal produzierten Staubsauger bedeutet dies: Energetische Optimierung „vom Staubkorn bis zum Filter“, große Haltbarkeit und gute Wiederverwertbarkeit der Komponenten nach einer langen Lebensdauer. „Forschung heißt für uns, den Einsatz von Rohstoffen und Energie ständig zu optimieren. Denken und Handeln in langfristigen Zusammenhängen, das zeichnet Vorwerk aus “ erklärt Reiner Strecker.