Nominiert für die Dieselmedaille 2013 in der Kategorie Erfolgreichste Innovationsleistung (Teil 2)

Bosch-Gruppe: Technik fürs Leben

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4 800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Auf dem Gebiet der Automobiltechnik trägt Bosch heute erheblich zu den Fortschritten zum Beispiel beim automatisierten Fahren bei, etwa mit Radarsensoren oder Parkassistenten. Mehr noch: Die Benzin-Direkteinspritzung von Bosch spart im Vergleich zur klassischen Saugrohr-Einspritzung bis zu 20 Prozent Kraftstoff. Das spart Emissionen und entspricht einem Anspruch des Firmengründers Robert Bosch: „Ein Beitrag zur Verbesserung der Technik und der Wirtschaft sollte immer auch den Menschen und den Völkern nützlich sein.“ Auch die Entwicklung des Diesel-Motors hat Bosch mit der Diesel-Direkteinspritzung und dem Common-Rail-System maßgeblich vorangetrieben. Beide Innovationen machten aus dem früher eher trägen Selbstzünder den heute durchzugsstarken und sparsamen Antrieb. Ein Blick auf die Zulassungszahlen zeigt: 1980 lief in Deutschland nicht einmal jeder zehnte Neuwagen mit einem Diesel-Motor, 2012 wählte knapp die Hälfte aller Neuwagenkäufer einen Selbstzünder.

Als Partner für Elektromobilität bietet Bosch heute ein komplettes Portfolio an Lösungen für elektrische Antriebe für unterschiedliche Fahrzeuge. Das Angebot reicht von Komponenten für eBikes und eScooter bis hin zu Systemen für Hybride, Plug-in-Hybride sowie für reine Elektrofahrzeuge.

Eine Erfolgsgeschichte auf anderem Gebiet: MEMS-Sensoren (Micro-Electro-Mechanical-Systems) sind die Sinnesorgane moderner mobiler Geräte. Bosch bringt mit diesen winzigen Hightech-Helfern Autos und modernen Elektronikgeräten das Fühlen bei. Sie messen Druck, Beschleunigung, Drehbewegungen, Massenfluss und das Erdmagnetfeld. Bosch hat die Entwicklung der MEMS von Beginn an geprägt und ist heute der umsatzstärkste Anbieter in diesem äußerst dynamischen Markt. Seit 1995 hat Bosch mehr als drei Milliarden MEMS-Sensoren gefertigt.