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Von Scrums, Sprints und mundgerechtem Projektmanagement

Eine PR-Agentur kann in vielen unterschiedlichen Phasen eines Produkt-Zyklus zum Einsatz kommen. Der gängigste Fall ist natürlich: Der Kunde hat Produkt bereits erfolgreich in den Markt eingeführt und nutzt nun PR-Maßnahmen zur Steigerung von Image, Bekanntheit und letztlich natürlich auch Absatz. Als PR-Agentur mit starkem Schwerpunkt im Technologie- und Innovationsbereich erreichen uns aber auch andere Anfragen. Manchmal ist ein Produkt oder eine Dienstleistung gerade erst fertig entwickelt worden, es steht also eine konkrete Markteinführung in Deutschland oder in einem anderen Land an. Oder aber der Kunde hat sein Angebot noch gar nicht ganz fertig entwickelt und geht mit uns gemeinsam durch den Prozess bis zur Marktreife. Das ist natürlich viel mehr als klassische PR, aber für uns immer wieder eine Herausforderung, die wir sehr gerne annehmen.

In einem aktuellen Beratungsprojekt hat uns der Kunde kürzlich mit einer sehr innovativen Herangehensweise an das Projektmanagement vertraut gemacht: Das SCRUM FRAMEWORK. Die Idee dahinter ist eigentlich einfach: anstatt in einem langwierigen und kaum beherrschbaren Prozess ein Angebot bis ins letzte Detail zu entwickeln und jede Eventualität vorherzusehen und in Teams auszudiskutieren, funktioniert der SCRUM-Prozess nach einem iterativen Verfahren. Getreu dem Motto „Mundgerechte Häppchen sind besser verdaubar als ein ganzes Steak“ wird ein Projekt dabei in mehreren Inkrementen entwickelt. Dieses Konzept, das ursprünglich aus der agilen Softwareentwicklung kommt, hat seine Ursprünge in den 80er Jahren. In den letzten 10 Jahren hat SCRUM seinen Weg aus der reinen Software-Engineering-Ecke als „Lean Development“-Konzept in breite Anwendungsebenen gefunden. Theoretisch fundiert ist SCRUM in der Theorie der Prozesssteuerung und des Empirismus. Die Grundannahme lautet, dass Wissen aus Erfahrung gewonnen wird und dass Entscheidungen ausschließlich auf Grundlage bekannter Fakten getroffen werden.

Klar definierte Rollen

Grundsätzlich ist ein SCRUM durch drei Prozessrollen gekennzeichnet: Product Owner (er entwickelt die fachlichen Anforderungen und priorisiert sie), Scrum Master (er ist für das Management des Prozesses verantwortlich und beseitigt eventuelle Hindernisse) und Team (diese Gruppe entwickelt das Produkt). Zusätzlich fungieren so genannte Stakeholder als Beobachter und Ratgeber. Typische Stakeholder sind Kunden, Nutzer, oder das Management. Wichtig bei der Rollenverteilung ist: Das Entwicklungsteam organisiert sich völlig eigenständig. Weder Product Owner noch Scrum Master geben vor, welches Teammitglied wann welche Arbeiten erledigt und wer dabei mit wem zusammenarbeitet. Der Scrum Master hat vor allem die Pflicht, darauf zu achten, dass keiner in diese Selbstorganisation eingreift. Umgekehrt hat der Scrum Master aber auch darauf zu achten, dass alle Scrum-Rollen diejenigen Pflichten, die ihnen der Prozess zuweist, auch im Entwicklungsprozess leben.

SCRUM-Prozesse leben von drei Kernelementen: Transparenz, Überprüfung und Anpassung. Unter Transparenz ist unter anderem das Einigen auf gemeinsame Standards und Vorgehensweisen innerhalb des SCRUM-Teams zu verstehen. Für den laufenden Prozess sind die iterativen Überprüfungs- und Anpassungsschritte von zentraler Bedeutung – die so genannten SCRUM-Ereignisse.

Im SPRINT zum nächsten Ergebnis

Das zentrale Element und Ereignis des SCRUM-Prozesses ist der so genannte Sprint. Dabei handelt es sich um einen definierten Zeitraum (in der Regel ein Monat oder kürzer), in dessen Verlauf ein fertiges, nutzbares und potentiell auslieferbares Produktinkrement hergestellt wird. Alle Sprints haben eine gleichmäßig feste Dauer und jeder neue Sprint beginnt direkt nach Ende des vorhergehenden Sprints. Jeder Sprint kann als eigenständiges Projekt verstanden werden, für das ein bestimmter zeitlicher Rahmen zur Verfügung steht. Dabei wird genau definiert, was innerhalb eines Sprints erreicht werden soll.

Innerhalb eines Sprints vereinbart das Team zusätzlich so genannte Daily Scrums. Die ist ein in der Regel auf 15 bis 30 Minuten beschränktes Meeting, in dem das Entwicklungs-Team seine bisherigen Aktivitäten synchronisiert und einen Arbeitsplan für die nächsten 24 Stunden erstellt.

BACKLOG dokumentiert die Lebenszeit eines Produkts

Am Ende des Sprints wird innerhalb eines Sprint Reviews das Gesamtergebnis dieses Prozessschrittes untersucht. Dabei werden alle Rolleninhaber und ihre spezifischen Anforderungen berücksichtigt. Das Ergebnis fließt in das sogenannte Product Backlog ein. Dabei handelt es sich um eine Liste, in der alles dokumentiert wird, was an Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt bestehen könnte. Es ist das einzige Dokument dieser Art, also quasi das SCRUM Master-Dokument. Aber es ist eben kein Pflichtenheft, denn: Ein Product Backlog ist niemals vollständig. Am Anfang beschreibt es nur die zu diesem Zeitpunkt bekannten Anforderungen. Es entwickelt sich von Sprint zu Sprint weiter, analog zum Produkt und seinem Entwicklungsstand. Hier wird der dynamische Prozess des SCRUM-Prozesses am deutlichsten. Im Idealfall existiert ein Product Backlog, so lange ein Produkt existiert.

In diesem Sinne: Happy Scrumming – es lohnt sich!

http://www.scrum-kompakt.de/

Quelle. http://www.scrum-kompakt.de/


/ Article published by WORDUP PR Agentur München /
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